Freitag, 23. Juli 2010

Eine kleine Auszeit

Kleine Muscheln kitzeln meine Zehen, eine leichte Brise haucht über mein Gesicht, frische Meeresluft füllt meine Lungen und unter mir ein warmes Sandbett – so könnte ich stundenlang ja wochenlang verweilen und genau das tue ich. Ich habe am anderen Ende der Welt an schneeweißen, meilenlangen Stränden gelegen, doch keine noch so traumhafte Kulisse und auch kein tropisches Klima kann dieses Gefühl der Ruhe und Gelassenheit erzeugen, wie der Flecken Ostseestrand, an dem ich mir schon als Kind Omas Kartoffelsalat von den Lippen geleckt und im kuschligen Bademantel eingemummelt die schäumenden Wellenköpfe auf dem Meer beobachtet habe. Die Tage verrinnen und mein Sommerurlaub in der Heimat ist schon zur Hälfte vorüber, doch jeder Tag am Strand birgt einen Erholungswert von einer Woche Urlaub anderswo. Es ist wie ein leichter innerer Schwebezustand aus dem man nur ungern herausgerissen wird. So verweile ich so lange wie möglich auf meiner Ruheinsel und melde mich mit den nächsten Zeilen dann wieder aus der nicht minder geliebten Großstadt zurück.
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